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15.02.2017

Wort zum Sonntag von Pater Paulose für den 12. Febr. 2017

Auf das Herz kommt es an, auf die innere Haltung kommt es an!

Liebe Leser und Leserinnen!

Wenn ich jemanden im Herzen trage, ihm einen Platz im Herzen lasse – auch denjenigen den Platz lasse, gegen die ich Abwehrgefühle habe, die mich reizen, die mir das Leben schwer machen -, wenn ich die im Herzen trage, dann findet mein äußeres Verhalten, ob es sich dabei um Worte oder um Aktionen handelt, immer den rechten Ton.

Wenn die Beziehung stimmt, fällt es nicht schwer, manches zu übersehen. Wenn das Herz groß und weit ist, ist da Raum zum Leben in Fülle und Raum für die Liebe. Deswegen  kommt es auf das Herz an!

Wenn Jesus sagt: „Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen“ (Mt. 5, 20), will er das Herz der Menschen erreichen und sie darauf aufmerksam machen, dass es auf die innere Haltung und Einstellung ankommt. Er will nicht gnadenlos gerecht sein, sondern großherzig.

Nicht enger und strenger sein, sondern menschlicher und weitherziger.  Wo es streng ist, da ist es auch eng. Deshalb größere Gerechtigkeit und größere Liebe. Denn da ist Raum für das Leben in Fülle und für die Liebe.

Für ein friedliches Miteinander ist es wichtig für uns zu schauen, was im Herzen vor sich geht. Es reicht nicht, sich äußerlich gerecht zu geben, ohne dass das Herz innerlich berührt ist und verwandelt. Jesus will uns aufmerksam machen auf das Gesetz der Liebe: „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.“ Er lädt uns ein, nach einer echten, gesunden Gottes- und Nächstenliebe unser Leben zu richten. Diese Liebe gibt Raum für das Leben für alle in Fülle.

Pater Paulose Chatheli

St. Petrus Herborn