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Wort zum Sonntag für den 29. April 2018

Wort zum Sonntag für den 29. April 2018
Wort zum Sonntag für den 29. April 2018

Wort zum Sonntag – 29. April 2018

„Menschen gehen vor – Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit“ – das ist das Motto der IG Metall Herborn und Bündnispartner für die Woche der Arbeit“, die sich mit unterschiedlichen Themen-Angeboten um den 1. Mai rankt: da gibt es eine Vernissage, für die Schüler des Johanneums Bilder zum Thema „Menschen gehen vor“ erarbeitet haben; das „Herborner Frühstück“, das neben dem leiblichen Wohl  „Arme Eltern – arme Kinder“ thematisiert, und Ursachen und Folgen von Kinderarmut in unserem direkten Umfeld in den Blick nimmt. Der ökumenische Gottesdienst heute um 10.00 Uhr in der evangelischen Stadtkirche Herborn zum Thema „Den Armen eine Stimme geben“.

Menschen gehen vor. Das war auch das Anliegen von Jesus. Menschen standen bei ihm stets im Mittelpunkt. Besonders die Armen und Kranken, Verwitweten und Behinderten. Sie standen außerhalb der damaligen, etablierten Gesellschaft. Jesus rückt diese Menschen ganz bewusst in den Mittelpunkt, sodass sie jeder sieht und wahrnimmt. Er stellt sich an ihre Seite und gibt ihnen seine Stimme. Damit handelt er völlig entgegen der Haltung der damaligen Gesellschaft, für die Menschen am Rande nicht wichtig waren. Ihnen wurde keine Beachtung geschenkt – eine Haltung, die durch das Gesetz gedeckt war.

Jesus legte den Finger in die Wunde, in die Missstände der damaligen Gesellschaft. Und ich bin sicher, dass er heute genauso wieder handeln würde. Wir würden ihn finden bei den Tafeln, den vielfältigen Mittagstischen, Kleidertreffs, Obdachlosenheimen, Arbeitslosen. Bei denen, die Schutz in unserem Land suchen. Ihnen würde er seine Stimme geben, ihnen würde seine Solidarität gelten. Uns Christen würde er die Frage stellen: Für wen seid ihr Kirche Jesu Christi? Handelt nach meinem Vorbild: Geht zu den Menschen, seid solidarisch mit den Armen und Benachteiligten. Helft ihnen so gut ihr könnt und mit euren Möglichkeiten. Dann seid ihr auf meinen Spuren.

Maria Becker, Bezirksreferentin, Katholisches Bezirksbüro Dillenburg