„Ein Segen sollst du sein…“
„Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land,…in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich werde dich segnen. Ein Segen sollst du sein.“
Diese Worte aus dem Buch Genesis sind uns sehr vertraut. Mich begleiten sie schon lange Zeit durch mein Leben und sind prägend für meinen Glauben.
Gesegnet sein, Segen haben, zum Segen werden, ein Segen sein: Das sind Begriffe, die sind mir unendlich wichtig. Gesegnet zu sein, das heißt, beschützt zu sein, das heißt reich beschenkt zu sein, Fülle zu erleben. Wie sehr ich gesegnet bin, erlebe ich, wenn Menschen mir ihre Liebe schenken und für mich da sind, aber auch, wenn ich die Schönheit der Natur erleben darf oder mir das gelingt, was ich mir vorgenommen habe. Und ebenso darf ich erleben, dass andere mir sagen oder zeigen: Du bist ein Segen für mich, es ist ein Segen, dass es dich gibt. Und so geht es Ihnen sicher auch, wir alle dürfen immer wieder erleben, wie reich gesegnet wir sind – in den guten, aber auch in den schweren Momenten des Lebens.
Ich will dich segnen, ein Segen sollst du sein – Im Bibelwort ist das Gottes Versprechen und Auftrag an Abraham. Er soll sich auf den Weg machen, in ein neues Land gehen. Es ist kein leichter Weg für Abraham. Doch er vertraut auf Gott, er macht sich auf den Weg – vielleicht weil er spürt: Segen kann nur dann lebendig und erfahrbar sein, wenn ich auf Gott höre, Aufbruch wage und mich auf seinen Plan einlasse. Und dazu sind wir alle eingeladen. Dass wir offene Herzen haben, Gottes Wort hören und seinen Weg gehen können, auch wenn es uns schwer fällt. Weil wir uns gesegnet wissen, und weil wir als Christen Segen in die Welt bringen dürfen. Mögen wir an jedem Tag Gottes reichen Segen erfahren. Mögen wir zum Segen werden in vielen kleinen und großen Gesten. Dazu gebe Gott uns seine Kraft und seinen Segen.
Stefanie Feick, Gemeindereferentin in der Pfarrei Zum Guten Hirten an der Dill