Die Weihnachtsbäume sind abgeholt, die Krippenfiguren liegen wieder in ihren Kisten und nach und nach werden auch die Lichterketten wieder weniger. Auch in den Gottesdiensten ist nach der festlichen Weihnachtszeit wieder „Zeit im Jahreskreis“.
Was aber bleibt von Weihnachten? Wenn wir durch die Straßen unserer Dörfer und Städte gehen dann sehen wir an manchen Türen ein Zeichen: 20*C*M*B+22, die Abkürzung für Christus mansionem benedicat: Christus segne dieses Haus. Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben als Königinnen und Könige oder „in zivil“ den Segen von Weihnachten im wahrsten Sinne des Wortes in die Welt hinaus getragen. Sie haben Geld für Kinder in Not gesammelt und Freude gebracht.
Und das bleibt. Wir sind gesegnet. Segen bedeutet nicht, dass von nun an immer alles leicht und gut sein wird. Auch 2022 wird es Schwierigkeiten und Sorgen geben. Gesegnet sein heißt: Ich bin mir sicher, dass Gott bei mir ist, egal was passiert. Ich bin mir sicher, dass er mich wahrnimmt, ernst nimmt und wertschätzt. Ich bin mir sicher, dass er mich liebt und alles zum Guten bringen wird.
Das lässt mich aufatmen und ruhig werden auch in unruhigen Zeiten.
Christus segnet dieses Haus und alle Häuser, unsere Straßen und Wege, Dörfer und Städte, Menschen und Tiere.
Daran erinnern uns die Zeichen der Königinnen und Könige, auch dann wenn schon längst wieder Alltag ist.
Denn Segen bleibt. Segen ist für immer.
Dr. Andrea Steil